DIE HIGHLIGHTS DER IAA NUTZFAHRZEUGE 2018

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    Unter dem Motto „Driving tomorrow“ fand Ende September in Laatzen die 67. IAA Nutzfahrzeuge statt – und die Messe rund um Transport, Logistik und Mobilität erfreut sich großer Beliebtheit. Die Zahl der Aussteller ist auf 2.174 gestiegen, sie kamen aus 48 Ländern. Die Ausstellungsfläche umfasste 282.000 Quadratmeter, das ist ein neuer IAA-Rekordwert. Die Zahl der Weltpremieren hat sich um fast ein Drittel auf 435 erhöht – ebenfalls ein neuer Bestwert. Der deutliche Anstieg der Weltpremieren spiegelt die hohe Innovationskraft der Branche wider: Denn besonders zugenommen haben die Neuheiten im Bereich Digitalisierung, Vernetzung, automatisiertes Fahren und Elektromobilität. Wir haben uns auf dem Messegelände in Laatzen umgesehen und zeigen hier ein paar spannende Neuheiten.

    Wie der Transporter von übermorgen aussehen könnte, zeigte die Studie Vision URBANETIC von Mercedes-Benz. Basis ist ein autonom fahrendes und vollelektrisch angetriebenes Chassis in vollkommen neuem Design, das sich mit Wechselaufbauten für Gütertransport und Personenbeförderung den individuellen Anforderung und unterschiedlichen Aufgaben im urbanen Bereich anpassen kann.

    Elektrische Personenbeförderung soll in Zukunft nicht mehr nur der Straßenbahn vorbehalten bleiben. IVECO präsentierte den Crealis Bus mit asynchronem Elektro-Motor und LTO-Batterien – der im Gegensatz zu den alten O-Busen und der Tram ganz ohne Oberleitung auskommt.

    Auch eine Alternative zum Diesel: Diese IVECO Sattelzugmaschine erreicht mit seinem Erdgasantrieb eine Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern.

    Ausreißer zwischen den ganzen E-Mobilen: Dodge Ram Pick-up, fast sechs Meter lang und mit 5,7 Liter V8 Hemi (395 PS) unter der voluminösen Haube.

    Mit dem Navara Dark Sky Concept zeigte Nissan ein Astronomie-Labor auf Rädern, das dank der Offroad-Fähigkeit des Nissan Pick-ups fast überall hinkommt. Entwickelt wurde das Konzeptfahrzeug in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Auf dem speziellen Offroad-Anhänger des Navara Dark Sky Concept befindet sich ein Weltraumteleskop der Extraklasse.

    Sauber zur Schule: Der Jouley Saf-T-Liner bringt den (amerikanischen) Nachwuchs rein elektrisch zum Unterricht, mit einer Reichweite von bis zu 160 Kilometern.

    Imposant: der Freightliner 114SD wurde gebaut, „um in jedem Job seine Pflichten zu erfüllen und um Kraft und Leistung zu bringen“. Sieht man ihm an.

    Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: beim neuen Actros (Weltpremiere auf der IAA) fehlen die LKW-typischen, überdimensionalen Außenspiegel. Dafür gibt es ein Kamerasystem für eine perfekte Rundumsicht ohne toten Winkel (für das Verhindern von Abbiegeunfällen) und ein wenig Kraftstoffersparnis aufgrund der besseren Aerodynamik.

    Kaum zu glauben: Dieser VW T2 ist tatsächlich auch ein Elektroauto. Sogar eins, das nicht nur Strom zum Fahren verbraucht, sondern überschüssigen Strom auch an die Backstube, für die er unterwegs ist, zurückspenden kann.

    Auch Volkswagen zeigte mit dem E-Crafter einen Transporter, der die sogenannte letze Meile, also den innerstädtischen Lieferverkehr zum Kunden, möglichst schadstoffarm zurücklegen soll: der E-Crafter fährt bis zu 160 Kilometer rein elektrisch.

    Prachtexemplar: Dieser Scania 16-Liter-Motor hat 730 PS und üppige 3.500 Newtonmeter Drehmoment.

    Da tritt der Chef noch selbst in die Pedale: VW Nutzfahrzeuge Vorstand Thomas Sedran präsentiert das Cargo E-Bike mit Conti Revolution Antrieb und einer Reichweite bis 100 Kilometer für kleine Transportaufgaben.

    Der I. D. BUZZ CARGO ist eine Studie eines vollelektrischen „Bulli“ und bietet einen Ausblick auf die Zukunft (2022).

    In den USA ist er ein Hit, ab Dezember ist er auch in Deutschland bestellbar: der Pick-up Ford Ranger Raptor mit 213 PS starkem 2-Liter-TDCi-Motor, 10-Gang-Automatik, Allrad, Lederausstattung und mehr.

    Noch eine Weltpremiere: der neue Ford Transit feierte sein Debüt auf der IAA und ist ab Frühjahr 2019 bestellbar.

    Kaum präsentiert, schon ausgezeichnet: Der neue Peugeot Partner wurde auf der IAA zum internationalen Van des Jahres 2019 gewählt. Mit zwei Längen, 4,40 Metern und 4,75 Metern, und einer breiten Auswahl an Motoren lässt er sich auf individuelle Bedürfnisse anpassen.

    Mit der Studie EZ-PRO präsentierte Renault seine Vision eines vernetzten, voll automatisierten und batterieelektrischen Transportsystems für den städtischen Lieferverkehr. EZ-PRO besteht aus zwei „Pod” genannten Fahrzeugtypen, die auf der gleichen modularen Plattform basieren: dem autonom fahrenden, aber bemannten Leader Pod, mit dem ein Mitarbeiter Pakete und Waren persönlich abliefert, und den komplett fahrerlosen Follower Pods, die dem Leader Pod wie die Waggons eines Eisenbahnzugs im Konvoi folgen und auf der Schlussstrecke eigenständig zum Zielort fahren.

    Kraftpaket: MAN Bergefahrzeug Typ „Bison“ mit 2 x 20 Tonnen Winden.

    In Halle 22 gab es wieder eine sehenswerte Ausstellung mit Oldtimer-LKW. Im Bild ein Borgward B 4500 aus dem Jahr 1951 mit zwei Goliath Dreirädern huckepack, aus dem PS.Depot LKW + Bus in Einbeck.

    Imposanter Büssing FD6 Möbelwagen aus dem Jahr 1931.

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