DIE HIGHLIGHTS DER IAA 2019 – TEIL 3

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    IAA – klar waren wir da! Hier zeigen wir Teil 3 unseres Messerundgangs von der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt:

     

    Crossover-Marktführer

    Weltpremiere für den neuen Renault Captur: Die jüngste Modellgeneration des europäischen Marktführers unter den kompakten Crossover-Modellen zeichnet sich durch noch prägnanteres Design, ein fahrerorientiertes Cockpit in hoher Qualitätsanmutung und eine komplett erneuerte Antriebspalette aus. Hierzu zählt ab 2020 auch der erste Plug-in-Hybrid von Renault, womit der neue Captur eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs markiert. Dank der Kombination aus kapazitätsstarker Batterie und hoher Rekuperationsleistung kann er bis zu 45 Kilometer weit und mit einer Fahrgeschwindigkeit bis zu 135 km/h rein elektrisch fahren.

    Mit 4,23 Meter Länge übertrifft die Neuauflage die erste Modellgeneration um elf Zentimeter, was dem Innenraumplatz zu Gute kommt. Das Ladevolumen in fünfsitziger Konfiguration wächst auf 536 Liter. Wie beim Vorgänger lässt sich die Rückbank um 16 Zentimeter in Längsrichtung verschieben.

    Weitere Highlights sind der erstmals für das Modell verfügbare Autobahn- und Stauassistent und das neue vernetzte Online-Multimediasystem EASY LINK. Marktstart in Deutschland für den neuen Renault Captur ist zum Jahreswechsel 2019/2020.

     

    Abwechslung

    Eine ganze Halle voller Oldtimer: Die Motorworld-Gruppe zeigte gemeinsam mit diversen Oldtimerbetrieben Autos aus längst vergangenen Epochen, vom Hochpreisklassiker bis zum erschwinglichen Brot-und-Butter-Auto. Im Bild ein VW T1 Pickup mit Porsche 550 Spyder Huckepack. Für den Auto-Connesseur eine schöne Abwechslung.

     

    Auf dem Holzweg

    Mercedes-Benz 300 SL Roadster – komplett aus Holz! Das in 2.500 Arbeitsstunden gefertigte Modell hat Originalgröße – ist aber wesentlich günstiger als das Original: für 29.900 Euro kann man sich den Teakholz-Flitzer in die (sehr große) Vitrine stellen.

     

    Auf und ab

    Wippe, Schräglage, extreme Steigung: Auf dem Gelände-Parcours konnten die Allrader zeigen, was sie drauf haben.

     

    Extrem

    An diesem Auto ist alles extrem: der Sián ist nicht nur der stärkte Lamborghini aller Zeiten – er ist auch der erste mit Hybridantrieb. Sein V12 leistet 785 PS, der E-Motor 34, zusammen sind das 819 PS. Und die sind gut für einen Sprint auf 100 km/h in unter 2,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h. Interesse? Zu spät: alle 63 Exemplare wurden bereits verkauft – zu Preisen im unteren einstelleigen Millionenbereich. Extrem.

     

    Erster e

    Der CITIGOe iV ist der erste batterieelektrischen Skoda. Und er ist ab sofort bestellbar. Für Antrieb sorgt ein 61 kW starker Elektromotor, als Energiequelle dient eine 60-Ah-Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energiegehalt von 36,8 kWh. Sie ermöglicht eine praxisnahe Reichweite von 260 Kilometern. In Deutschland ist der CITIGOe iV als Leasingangebot ab 145 Euro monatlich erhältlich. Der Vertrag läuft drei Jahre und umfasst eine jährliche Kilometerleistung von 10.000 Kilometern. Der Kaufpreis liegt bei 20.950 Euro, die Handelspremiere folgt Anfang 2020.

     

    Die Mischung macht’s

    Gerade wurde er noch auf der IAA vorgestellt, da rollt er auch schon zu den Händlern: Skodas jüngstes SUV, der Kamiq, feierte am zweiten IAA-Wochenende Autohaus-Premiere. Der auf Basis des Scala entwickelte Kamiq soll die perfekte Mischung aus SUV-Vorzügen, wie etwa der erhöhten Bodenfreiheit und Sitzposition, und der Agilität eines Kompaktfahrzeugs bieten. Auf 4241 Metern Länge bietet er dabei ordentlich Platz, der Kofferraumvolumen beispielsweise liegt bei 400 Litern und lässt sich auf bis zu 1395 Liter erweitern. Serienmäßig an Bord sind das Infotainmensystems Swing mit dem 6,5 Zoll großen Multi-Touchdisplay sowie das online-fähige Skoda Connect inklusive Fahrzeugfernzugriff. Zusätzlich zu Raumangebot und Connectivity punktet der KAMIQ mit einer besonders umfangreichen Serienausstattung: Dazu zählen etwa Fahrlichtassistent, Spurhalteassistent, Speedlimiter sowie Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion und Personenerkennung.
    Die Preise für den Kamiq beginnen bei 17.950 Euro.

     

    Sportwagen neu gedacht

    Porsche hat das Thema Sportwagen neu – und nachhaltig – gedacht: Mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Sportwagen Taycan startet Porsche in eine neue Ära. Die viertürige Sportlimousine soll dabei ein einzigartiges Paket aus Porsche-typischer Performance, Konnektivität und vollumfänglicher Alltagstauglichkeit schnüren. Und die Leistungsdaten können sich sehen lassen: In der Topversion Turbo S kommt der Taycan auf bis zu 761 PS Overboost-Leistung im Zusammenspiel mit der Launch-Control, der Taycan Turbo auf bis zu 680 PS. Aus dem Stand beschleunigt der Taycan Turbo S in 2,8 Sekunden von null auf 100 km/h, der Taycan Turbo in 3,2 Sekunden. Die Reichweite beträgt bis zu 412 Kilometer beim Turbo S und bis zu 450 Kilometer beim Turbo (jeweils nach WLTP). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei beiden Allradmodellen bei 260 km/h. Dass dieser Spaß nicht gerade billig ist, haben wir uns schon gedacht: Der Porsche Taycan Turbo S kostet 185.456 Euro, der Taycan Turbo 152.136 Euro.

     

    Vorbote

    Der Tarraco ist einer der Vorboten: Bis 2021 will die spanische Automarke insgesamt sechs vollelektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle von Seat und Cupra auf den Markt bringen. Und den Anfang macht der Tarraco. Ihm spendiert Seat jetzt als ersten einen Plug-in-Hybrid. Der moderne Antriebsstrang besteht aus einem 1.4-Liter-TSI-Benzinmotor mit 150 PS, kombiniert mit einem 115 PS starken Elektromotor und einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 13 Kilowattstunden (kWh). Das reicht dann fr 50 Kilometer rein elektrisches Fahren, eine Beschleunigung von 7,4 Sekunden (0-100 km/h) und eine Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Verkaufsstart des Vorreiters ist im nächsten Jahr.

     

    Durchbruch

    Er soll mal eben der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen: der VW ID.3 ist das erste vollelektrische Serienmodell der neu entwickelten ID-Familie. Er basiert konstruktiv auf dem von Volkswagen entwickelten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und wird zum Serienstart mit drei Batteriegrößen angeboten, mit Reichweiten von bis zu 330, 420 und 550 Kilometern. Dank seiner Schnellladefähigkeit lassen sich beim ID.3 mit 100 kW Ladeleistung innerhalb von 30 Minuten rund 290 Kilometer Reichweite nachladen. Auch der Fahrspaß soll nicht zu kurz kommen: Wer das Play-Pedal des ID.3 betätigt, wird dank des Hinterradantriebs und einer Motorleistung von 150 kW / 204 PS zügig beschleunigt. Die Produktion des ID.3 startet, wie geplant, Ende 2019. Die ersten Fahrzeuge werden Mitte 2020 ausgeliefert. Der Einstiegspreis des ID.3 liegt bei unter 30.000 Euro.

     

    Update

    Volkswagen präsentiert ein technisch tiefgreifendes Update des neuen Passat. Mit den Infotainmentsystemen der nächsten Generation (MIB3) geht der erfolgreichste Mittelklassewagen der Welt auf Wunsch permanent online und holt so wegweisend neue Funktionen und Dienste an Bord. Neue Assistenzsysteme wie der „Travel Assist“ sollen indes die Sicherheit und den Komfort verbessern und ermöglichen es, dass der Passat als erster Volkswagen bis 210 km/h teilautomati- siert gefahren werden kann. Außerdem – teilweise optional – an Bord: „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfern“, kapazitive Lenkrad (reagiert auf Berührung), konfigurierbares Digital Cockpit, und ein digitales Fahrtenbuch fürs Flottenmanagement. Und gerade die Flottenbeteiber interessiert natürlich am meisten, was der neue Passat so unter der Haube hat – bitteschön: Im Bereich der Turbodiesel debütiert im Passat der neu entwickelte 2.0 TDI Evo mit 150 PS. Der innovative Vierzylinder erzeugt deutlich weniger CO2 als der vergleichbare Motor im Vorgänger und gilt als Vorreiter einer neuen Dieselmotoren-Generation. Die drei weiteren Selbstzünder des Passat entwickeln 120 PS, 190 PS und 240 PS. Das Antriebsspektrum der Benziner umfasst drei TSI mit 150 PS, 190 PS und 272 PS. Alle TSI- und TDI-Antriebe erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP. Generell ist zudem jeder neue Passat – ganz gleich ob Benziner, Diesel oder Hybrid – mit einem Partikelfilter ausgestattet. Und wer es noch sauberer möchte, greift zum GTE. Er ist das erste Modell einer neuen Generation von Volkswagen Plug-In-Hybridmodellen mit deutlich größerer Reichweite. Der 218 PS starke Passat GTE hat eine rein elektrische Reichweite von bis zu 56 Kilometern. Auf längeren Strecken und oberhalb von 140 km/h unterstützt der E-Motor den Benziner (TSI) und macht den Passat GTE zu einem der effizientesten Mittelklassemodelle der Gegenwart. Und, klar, auch das Update gibt’s wieder als Limousine und Variant.

     

    Naturbursche

    Trail – das englische Wort für „Pfad“ oder „Wanderweg“ steht für das Erkunden der Natur. Und ist der Name des aktuellen Visionsfahrzeugs von Audi: AI:TRAIL, einem elektrisch angetriebenen Offroader für den Verkehr der Zukunft. Und der scheint nach Audis Vorstellung abseits der Straße stattzufinden. Mit seinen riesigen 22 Zoll-Räder mit 850 mm-Bereifung und einer Bodenfreiheit von 34 Zentimeter sollen sogar Wasserdurchfahrten bis zu einer Tiefe von mehr als einem halben Meter möglich sein. Und weil der Naturbursche ja die Umwelt erkunden soll, gibt’s statt großer Monitore fürs Serien-Streaming eben eine großzügig verglaste Kanzel. Back to nature.

     

    Schräg

    Auch Audi mag’s schräg: Jetzt gibt es den Q3 mit Coupé-Heck. Das neue Modell soll die starke Präsenz und den vielseitigen Alltagsnutzen eines SUV mit der sportlichen Eleganz und dem agilen Handling eines Coupés vereinen. Zur Markteinführung im Herbst stehen ein 150 PS Diesel sowie ein 230 PS benziner zur Wahl, die Preise beginnen bei 40.200 Euro für den 35 TDI S-tronic.

     

    Hier geht es zu Teil 1 der IAA Highlights 

    Und hier geht es zu Teil 2 der IAA Highlights

    Fotos: Schroedel

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